04 März 2007

Zimbabwe

Sonntagmorgen, doch wenn wir die ca 700 Kilometer von Chimoio bis Beitbridge Boarder wirklich in einem Tag schaffen wollen, müssen wir früh los. Wir tanken alle verfügbaren Reservekanister auf und fahren los. Der Grenzübertritt verläuft erstaunlich gut, ist aber sehr teuer wenn man bedenkt, dass wir ja nur wenigen Stunden für den Transit brauchen sollten. Als wir endlich auf der Strasse sind, bemerken wir schnell, dass die Landschaft mindestens so wunderschön ist, wie sie uns vielfach im voraus beschrieben worden war. Wir sehen unzählige Baobabs, beeindruckende Bergformationen, gepflegt Dörflein und bewirtschaftete Felder. Auf den ersten Blick sieht man dem Land des Elend nicht an. Doch die Leute pflügen ihre Felder von Hand und reisen entweder gar nicht oder mittels Eselswagen. Autos begegnen uns auf den einwandfreien Strassen praktisch nicht. Ja, es hat sogar so wenig Verkehr, dass Marcel, des vielen Fahrens in den letzten Tagen überdrüssig geworden, das Steuer mir überlässt. Kurz vor dem Eindunkeln schütten wir unsere Kanister in den Tank und rechnen aus, dass wir bei unserem derzeitigen Tempo etwa um 21 Uhr in Beitbridge an der Grenze zu Südafrika sein sollten. Wir schaffen es schliesslich sogar etwas früher, merken aber wie erschöpft wir von der Fahrerei sind und wollen uns keinen weiteren anstrengenden Grenzübertritt mehr zumuten. So „schleichen“ wir uns auf den sehr sicher wirkenden Parkplatz des Holiday Inn in Beitbridge und übernachten kurzentschlossen da.