04 November 2007

Weiter nach Stellenbosch

Am Morgen stehen wir früh auf. Es erwartet uns ein weiterer windiger und bewölkter Tag. Wir beginnen mit einem Frühstück in einem süssen Lokal, das wir noch von der letzten Reise her kennen und geniessen den Sonntagmorgen bei klassischer Musik und Blick aufs Meer. Während Marcel nochmals ins Internetcafé geht schlendere ich durch das verschlafene Hermanus. Schliesslich aber gehts los, alles der Küste entlang. Die Landschaft ist felsig und karg aber doch irgendwie lieblich und beeindruckend. In einer der zahlreichen kleinen Sandbuchten treffen wir erneut auf Wale, die wir lange beobachten und erneut darüber staunen, wie nahe sie an die Küste herankommen. Bei Somersetwest biegen wir von der Küste weg und fahre in die Weinregion Stellenbosch. Am späteren Nachumittag erreichen wir Renier, der gerade mit seinem Sohn übers Wochenende bei seiner Schwester in der Region ist. lassen uns zu ihrem edlen Anwesen lotsen und zu Tee und Kuchen einladen. Nach einer Hausführung (wir sind gebührend beeindruckt) und ein wenig Smalltalk fahren wir zurück nach Stellenbosch wo wir uns im Stumble Inn Backbacker einquartieren und duch den Nieselregen (wenigstens hat der Wind sich gelegt) zu einem Restaurant für das Abendessen kämpfen.

03 November 2007

Whalewatching in Hermanus

Wie uns gestern bereits angkündigt wurde, erwartet uns heute ein sehr, sehr windiger Tag. Wir haben es demzufolge nicht allzu eilig, das Backpackers zu verlassen. Kurz vor Mittag aber wagen wir uns mit warmen Jacken und Kapuze ausgerüstet doch noch ans Meer. Ein Ausflug der sich lohnt, denn dieses Jahr sind die Wale später dran als sonst, und so bekommen wir ganz unerwartet das Spektakel von vielen Walweibchen zu sehen, die sich mit ihren Neugeborenen in der Bucht von Hermanus tummeln. Fasziniert sitzen wir auf den Felsen und gucken den trägen Riesen zu, wie sie auf- und abtauchen, Wasser sprühen und mit ihren grossen Flossen winken. Später flanieren wir duch das Städtchen und geniessen den autofreien Tag. Dann endlich finden wir ein Internetcafé wo es zu erschwinglichen Preisen möglich ist unseren Blog zu updaten. Während ich fürs Nachtessen einkaufe übernimmt Marcel den technischen Part des Uploading. Gemeinsam spazieren wir der Küste entlang zurück, immer wieder unterbrochen von Whalwatchingstops. Zuhause brutzeln wir uns ein feines Stirfry und besprechen die Pläne für die morgige Weiterreise.

02 November 2007

Am südlichsten Punkt Afrikas

Heute früh möchte Marcel als erstes endlich den Blog uploaden. Doch auch in der Wirelesszone eines nahegelgenen Restaurants klappt es nicht. Ausser den Nerven verlieren wir auch viel unnötige Zeit, und es ist beinahe 11 Uhr als wir endlich von George in Richtung Kappstadt fahren. In Swellendam biegen wir von der Autobahn ab und fahren nach Süden. Unser Ziel heisst Cape Aghulas. Keine besonders sehenswertes Dörfchen, keine spektakuläre Landschaft aber eben der südlichste Punkt des Kontinenten und den soll das VW Büssli doch auch noch erleben dürfen, nach all den Kilometern, das es in Afrika schon abgespult hat. Nachdem wir einige Fotos geschossen haben, verlassen wir die windige Ecke wieder und beschliessen, die Nacht in Hermanus zu verbringen. Nach knapp 20 Minuten Fahrt werden wir kurz vor Napies von einer Polizeikontrolle angehalten. Nein, nur das nicht! Mit klopfenden Herzen reichen wir den geforderten Fahrausweis und hoffen, dass sie nicht auf die Idee kommen, die Zollpapiere zu kontrollieren, bzw die (vor einigen Monaten abgelaufene!!) Berechtigung, den Wagen im Land zu fahren. Doch die Polizei ist uns entweder gut gesinnt oder sehnt sich bereits nach Feierabend - jedenfalls wünschen die Officers uns nach einigen harmlosen Fragen freundlich eine gute Weiterfahrt. Uff, erleichtert flitzen wir davon und können unbeschwert den eindrücklichen Sonnenuntergang geniessen. In Hermanus setzen wir uns noch eine Weile an die Bar und unterhalten uns mit einem deutschen Pärchen bis wir spätabends müde ins Bett gehen.

01 November 2007

Knysna

Als wir erwachen steht unser Wagen komplett im Nebel. Also schnell weg hier, so schön das nahe Meer auch rausch und gischtet... wir bevorzugen die Sonne. Nur wenige Kilometer landeinwärts auf der Hauptstrasse nach Knysna ist es strahlend schön - einzig der schmale Küstenstreifen hüllt sich in watteartigen Nebel: wenn man mal draussen ist, ein hübscher Anblick ;-) Wir schlendern durch Knysna und treffen per Zufall plötzlich auf Reny, die in wenigen Minusten eine Verabredung hat. Wir beschliessen, unseren Wagen zu holen und sie später zum Kaffee zu treffen. Dabei erzählt sie uns so manche spannende Geschichte und die Zeit vergeht wie im Flug. Wir müssen weiter, Marcel möchte das schöne Wetter unbedingt zum Gleitschirmfliegen nutzen. Doch leider finden wir keinen Stelle, an der es genügend Wind hätte, dass er sich lohnen würde den Schirm auszupacken. Schön gelgen sind die Takeoffplaces aber alle und so ist jeder Abstecher einen kurzen Zwischenhalt wert. Vielleicht ist es ja Morgen besser? Wir bleiben also in der Region, checken auf dem Camping kurz vor George ein und kaufen uns im grossen Mall in der Nähe ein feines Abendessen ein. Dass uns inzwischen der Nebel auch hier eingeholt hat stört uns in unserem gemütlichen rollenden Daheim nicht mehr.

31 Oktober 2007

Jeffreys Bay

Ein wunderschöner Morgen erwartet uns, als wir den Kopf aus der Seitentür des Wagens strecken. Rasch machen wir uns bereit und schlendern dem Sandstrand entlang in Richtung Zentrum. Der Sand ist voll von wunderschönen Muscheln, die das Meer in der Nacht angespült hat, und da mich sofort der Sammeltrieb überfällt kommen wir nur langsam voran. Nach einer Tour durch all die Surfer- und Factorystores landen wir schliesslich auf der Terrasse eines italienischen Cafés und lassen uns von der Sonne wärmen. Kurz nach dem Mittag brechen wir auf. Natürlich nicht ohne vorher einen Abstecher zu den Supertubes zu machen – aber leider sind die Windverhältnisse ungünstig und kein Surfer ist in den berühmten Wellen zu sichten. Auf dem Weg nach Knysna stoppen wir bei der Blaukraansbridge wo man mit 216m den höchsten kommerziellen Bungeejump wagen kann. Wir schauen den Verrückten, die sich kopfüber in die tiefe Schlucht stürzen einige Minuten lang zu und machen uns dann (ohne selber zu springen) aus dem Staub. Der nächste Halt ist in einem kleinen Farmlädeli wo sich Marcel mit frischem Biltong eindecken möchte. Die Frau möchte uns am liebsten zum Biltong noch einige selbstgezüchtete Hundebabies andrehen,die wir mit Bedauern ablehnen. Am Abend erreichen wir endlich Knysna (es regnet einmal mehr in dieser Stadt) und quartieren uns einige Kilometer nach Knysna auf dem Campingplatz in Buffalo Bay ein. Zum Abschluss dieses erfüllten Tages gönnen wir uns Sushi in einem Restaurant in Knysna.

30 Oktober 2007

Addo NP, Port Elizabeth, Maitland Beach Jerffreys Bay

Mit den ersten Sonnenstrahlen, die einen sonnigen Tag versprechen, sitzen wir wieder auf unseren Plätzen, bereit für eine Safaritour durch den Addo Nationalpark. Leider sehen wir keines der erhofften Raubtiere (Löwe, Leopard oder Gepard) dafür süsse, neugeborene Elefäntli, seltene Vögel, zahlreiche Warzenschweine und putzige Erdmännchen. Begeistert von der wunderschönen Landschaft und der faszinierenden Tierwelt verlassen wir den Park kurz vor Mittag und fahren nach Port Elizabeth. Mal schauen, ob unsere „alten Bekannten“ Waltraud und Egon zufällig daheim sind...? Leider öffnet niemand, doch dank eines hilsbereiten Nachbarn gelangen wir über einige Umwege schliesslich an Egons Handynummer. Schade, die beiden haben nicht nur Besuch, sondern auch sonst dichtes Programm. Zu einem Kaffe mit Egon reichts aber zum Glück doch noch.

Dafür bleibt nun noch Zeit für einen Gleitschirmflug am Maitland Beach. Der Strand ist wirklich wunderschön. Doch der Wind vermiest nicht nur das Sonnenbaden sondern verunmöglicht auch das Gleitschirmfliegen, so dass wir beschliessen, direkt nach J.Bay weiterzufahren. Wir checken im Camping ein und essen ein mittelmässiges Dinner im mexikanischen Restaurant.

29 Oktober 2007

750 km in 12 Stunden

Wir haben eine lange Autofahrt vor uns, also müssen wir früh aus den Federn. Um 7 Uhr brechen wir auf, fahren beinahe ohne Halt durch immer wieder wechselnde Landschaften und Wetterlagen. War es eben noch brütend heiss hinter der Windschutzscheibe, sitzen wir wenig Kilometer später schlotternd dahinter oder versuchen angestrengt ob dem klatschenden Gewitterregen die nächsten Meter der Strasse vor uns zu sehen. Müde und gerade noch in den letzten Minuten der Dämmerung erreichen wir um 19 Uhr den Addo National Park wo wir uns auf dem gepflegten Campingplatz für die Nacht einrichten.

28 Oktober 2007

Vom Golden Gate NP bis Ladybrand

Unser Tag beginnt mit einer Führung durch die Basotho Cultural Village – eine Art afrikanisches Freiluftmuseum im Stil vom Ballenberg. Obwohl alles nur gestellt ist, erhalten wir einen eindrücklichen Einblick in die Entwicklung und Modernisierung des Stammes der Basotho. Anschliessend fahren wir in Richtung Clarens los, machen allerdings immer wieder Fotostops da die Gegend wirklich atemberaubend schön ist. In Clarens war eigentlich nur eine ganz kurze Pause geplant. Doch als wir unsern Wagen parken, werden wir von Rolf angesprochen, einem Schweizer der vor 34 Jahren nach Johannesburg ausgewandert ist und vor wenigen Wochen sein Wochenendhaus in Clarens fertiggestellt hat. Nach einer kurzen Runde durch das hübsche Dörfchen fahren wir also zu Rolfs Haus wo wir von ihm und seiner Frau herzlich empfangen werden. Nach einer beeindruckenden Hausführung, interssanten Gesprächen und einem feinen Kaffee machen wir uns schliesslich mit einiger Vespätung auf die Weiterreise. Um uns eine weitere mühsame Suche nach einer sicheren Unterkunft in der Dunkelheit zu ersparen, entschliessen wir uns in Ladybrand die Nacht zu verbringen und Morgen früh weiter südlich zu fahren.

27 Oktober 2007

Los gehts

In den wenigen Tagen hier sind bereits erste Zweifel an unserem ursprünglichen Plan, den Bus in die Schweiz zurück zu holen aufgetaucht. Wäre es nicht doch besser ihn hier quasi als mobiles Ferienhaus einzulagern? Irgendwie gefällt uns die Idee, von Südafrika für länger Abschied zu nehmen gar nicht mehr. Mal schauen... Jedenfalls sind wir nun bereit zur Losfahrt. Sogar einen Heizofen hat uns Renier noch mitgegeben, damit wir im Golden Gate Nationalpark auf 2200 m.ü.M. in der Nacht nicht erfrieren. Alles ist eingeräumt, der Kühlschrank gefüllt, die Reifen gepumpt: es kann losgehen. Je südlicher wir kommen desto blauer wird der Himmel. Alle 100km entledigen wir uns einer Schicht Kleider bis wir schliesslich gemütlich im Pullover dasitzen. Leider verpassen wir irgendwo eine Abzweigung und landen auf einer mühsamen Schotterstrasse die uns viel Zeit und Marcel viel Nerven kostet. Mit einigem Zeitverlust erreichen wir schliesslich spät am Abend in absoluter Dunkelheit den Camping im Golden Gate Nationalpark. Unter schönstem Sternenhimmel schlagen wir unser Nachtlager auf und verbringen seit über einem halben Jahr wieder eine erste Nacht im Campingbus.

26 Oktober 2007

Winter in JoBurg

Wir, die in Zürich von sommerlichen Temperaturen und Sonnenschein geträumt hatten, werden bitter enttäuscht. Draussen regnet es heftig und das Thermometer kriecht maximal auf 12° Celsius. Nicht viel besser als daheim also – nur fehlt hier die Zentralheizung und der warme Wollschal. Auch ein Elektroofen nützt nicht viel, denn kurz vor Mittag fällt auch noch für einige Stunden der Strom aus. Wir beschliessen einige letzte Einkäufe zu tätigen, doch ohne Strom funktionieren auch die Ampeln nicht und im Shoppingcenter haben 95% der Shops vorzeitig Feierabend gemacht. Africa halt – niemand regt sich auf und wir sind zum Glück nicht in Eile. Wir fahren kurzentschlossen ins Montecasino und wärmen unsere klammen Finger an einer warmen Cappuccinotasse im Mugg & Bean Café. Auf dem Rückweg decken wir uns mit Grillfleisch und heizen trotz des Winterwetters den Kugelgrill auf der Veranda ein. Der letzte Abend in Johannesburg, Abschied vom Haus (Renier wird es demnächst verkaufen) – glücklicherweise aber nur zwischenzeitlicher Abschied von Basti und Renier, denn die beiden werden wir voraussichtlich in einer Woche in Kappstadt wiedersehen.

25 Oktober 2007

Hello Africa

Wir starten in Zürich mit soviel Verspätung, dass wir nur äusserst knapp unseren Anschlussflug in Frankfurt erreichen. Knapp hin oder her, am nächsten Morgen sitzen wir samt Sack und Pack bei Renier im Auto und fahren in Richtung Sandton. Home sweet home – alles so vertraut und doch exotisch aufregend... Nach einer Verschnaufpause bei Renier fahren er und sein Sohn Sebastian uns zum Storage in Roodepoort wo der VW Bus eingelagert ist. In Northcliff gibts eine Kaffeepause bei John, einem Gleitschirmfreund von Renier, mit dem er uns bald in ZH besuchen kommen möchte. Weiter gehts bis wir endlich den Postbus unversehrt in Topzustand antreffen. Sofort starten wir zu einer kleinen Shoppingtour und ignorieren die eisigen Temperaturen. Den langen Tag beenden wir mit einer feinen Pizza in Luca`s Pizzeria.

01 April 2007

(Vorerst) letzter Tag

Alles hat ein Ende, so auch diese Reise. Heute ist der Tag gekommen an dem es gilt, den Bus zu verstauen und den Heimweg anzutreten. Ich bin heute Morgen früh aufgestanden und habe noch die letzen Kleinigkeiten im/am Bus erledigt. Gegen Mittag fahre ich mit Renier und seinem Sohn Sebastian nach Rodepoort (Westrand). Dort habe ich für 9 Monate eine Box gemietet, in die der Bus nun eingestellt wird. Es gilt den Wagen winterfest zu machen: Batterien abhängen und auf vier zweitonnen Ständer aufzubocken. Danach gehts mehr oder weniger auf direktem Weg zum Flughafen.
Ich fliege mit gemischten Gefühlen nach Hause. Was wird mich erwarten? Auf der einen Seite freue ich mich, alle wieder zu sehen, auf der anderen Seite habe ich keinen Job mehr und muss mir neue Arbeit suchen. Werden wir das Auto wiedersehen? Werde ich am neuen Arbeitsplatz (die bereits geplanten) Ferien für den Herbst bekommen? Werden wir das Auto in Afrika lassen oder können wir es zurückverschiffen? Wir werden es sehen...

31 März 2007

Flugranch und Baustelle

So, jetzt geht`s wirklich in den Endspurt! Heute Morgen habe ich noch die letzten Sachen aus dem Bus genommen und ihn dann geschrubbt und aufgeräumt. Danach bin ich mit Renier und seinem Sohn Sebastian zu einer Flugranch am östlichen Stadtrand von Jo`burg gefahren. War ne Menge los! Alle Jo`burgpiloten haben sich zum Wochenendfliegen eingefunden. Leider ist die Ranch ein Windenfluggebiet, und deshalb habe ich es unterlassen in die Luft zu gehen (die meisten kennen meine Erfahrung an der Winde - speziell wenn Renier dabei ist). War trotzdem lustig ein paar alte Bekannte aus der SA-Szene wieder zu sehen.
Am Nachmittag sind wir wieder zu Reniers Haus gefahren um Rudi abzuhloen. Er wollte uns den Fortschritt auf der Baustelle zeigen, bei der er die Woche durch arbeitet. Es ist eine besondere Baustelle. Rudi liefert mit seiner Firma die 2000 Sitze für das neue Theater im Monte Casino!! Es ist recht imposant! Eröffnung wird im Juni mit dem Stück "Lion King" sein. Ist klar, dass ich mit Esther ende Jahr auf irgend so einem Sitz Platz nehem und wir uns das "Theater" ansehen werden.
Danch gingen wir zu Luca (Kollege von Renier) verfrüht Abendessen.

30 März 2007

Volksiebus

Zum Glück scheint heute die Sonne! Es ist an der Zeit, all die Farbschäden an meinem Bus zu reparieren oder besser gesagt abzuschleifen und zu übermalen. Un dafür ist es besser, wenn es nicht regnet! Doch vorher muss ich noch zu VW um einen Kleber abzuholen, den ich am Dienstag bestellt habe. Und zwar ist das nicht irgend ein Kleber! Dort wo sonst beim T3 Synchrobus der Aufkleber "SYNCHRO" hängt, haben ein paar dieser Busse einen Aufkleber in Afrikaans: VOLKSIEBUS nennen sie meinen luftgekühlten T3 liebevoll! Ist ja klar, dass ich den Kleber haben musste!
Ich bin sehr zufrieden, wie der Bus heute Abend ausgeschaut hat: Alle Farbschäden behoben und der Aufkleber macht sich wirklich gut.
Alles wie NEU!

29 März 2007

Baumarkt

Der Kühlschrank ist die Nacht über gelaufen, und funktioniert bestens. Ich denke ich kann ihn guten Gewissens einbauen. Also bin ich gegen 10 Uhr zum riesigen Baumarkt gefahren, und habe mir die Sachen besorgt die nötig sind (Holz, Schrauben und Türstopper als Distanz -und Vibrationsgummis) um einen anständigen Suport zu bauen. Zum Glück hat Renier die ganze Ausrüstung (Stich- und Kreissäge, Bohrmaschine u.s.w.). Bin soweit vorerst zufrieden. Zum Glück konnte ich die alten Befestigungsschienen von dem Elektrolux verwenden und so darauf einen Suport basteln. Ich muss zwar in der Schweiz noch ein paar Bauteile besorgen, aber nur um die Optik zu verschönern (Lochblech), die Funktionalität ist gewährleistet.
Auch Renier hat es gefallen, und er brachte mir gleich den ersten Früchtekleber!

28 März 2007

Hässliches Entlein

Ich habe mir vorgenommen, heute der langen Kühlschranksucherei ein Ende zu setzten. Ich hatte gestern in einer HIFI Corporation Filiale ein Einzelstück gesehen, das zwar kleiner ist als mein kaputter Elektrolux aber dafür auch nur ein Achtel von einem speziellen Campingkühlschrank kostet. Ich denke, irgendwie kann ich sicher einen Suport basteln, damit der Kühlschrank einigermassen zentrisch in der grösseren Aussparung Platz findet. Warum ist es ein Einzelstück? Der Grund dafür ist recht einfach! Leider hat er einen Holzlook (Plastikfolie) auf der Türe, der wirklich ganz hässlich aussieht. Ich habe Esther eine Sms nach Hause geschickt, dass das Suchen ein Ende hat und ich einen (sehr) hässlichen Kühlschrank gekauft habe und denke, dass ich ihn trotz seiner Hässlichkeit gern bekommen werde. Sie antwortete, dass er sicher nicht so hässlich sei, und wir ihn mit Aufkleber verschönern könnten. Als sie aber das Bild von dem Kühlschrank sah, musste sie wirklich lachen, und konnte es nicht glauben, dass er wirklich so hässlich ist. Bevor ich ihn nun einbauen werde, lasse ich ihn über Nacht laufen. Will ja wissen ob er wirklich kühlt.

27 März 2007

Weiter suchen

Nach dem Schock am Vorabend habe ich mich heute in die letzten Shopingcenter gestürtzt, natürlich immer noch auf der Suche nach einem Kühlschrank.
Sonst gibt es eigentlich nicht viel Aufregendes vom heutigen Tag zu berichten. Am Abend haben wir wie lange Cricket World Cup geschaut, bei dem ich (wie immer) eingeschlafen bin.
Unsere Männer WG funktioniert gut: jemand kocht, ein anderer deckt den Tisch und räumt ab, und der dritte macht den Abwasch. Am Tag darauf wechselt alles.

26 März 2007

Auf den Hund gekommen

Da Esther wieder zu Hause ist, habe ich jetzt die Aufgabe den Blog weiterzuführen...Mir fällt es nicht leicht, einen spannenden Tagesbericht abzuliefern.
Heute habe ich (wie könnte es anders sein) den ganzen Tag mit der Suche nach eine passenden Kühlschrank verbracht. Ich habe es schon lange aufgegeben, einen Campingkühlschrank (mit 12V Anschluss) in einem der zahlreichen 4X4 Ausrüster zu finden. Vielmehr konzentriere ich mich auf einen gewöhnlichen Barkühlschrank, der ungefähr die Abmasse von meinem alten Schrank hat. Aber auch das ist nicht so einfach! Ein paar Shopingcenter mehr, ohne Erfolg.
Als ich am Abend zu Reniers Haus zurückgekehrt bin, macht sich im selben Moment Rudi auf den Weg uns etwas zum Abendessen zu besorgen. Als ich etwa 10 minuten später bemerkte (ich habe noch in meinem Bus aufgeräumt), dass Rudi vergessen hatte das Tor mit der Fernbedienung zu schliessen. Da war es natürlich schon viel zu spät und Reniers Hund Tina war nicht mehr auf dem Grundstück. Ich ging sie also auf der Stasse suchen, und fand sie auch! Leider ist sie ein Buschhund, den man nicht einfach so am Halsband halten kann und so kam es, dass sie davonrannte. Leider ist in dem Momment ein Mercedes mit zügigem Tempo um die Kurve gekommen...
Dann sah ich nur noch wie Tina durch die Luft flog und sich auf der Strasse 3mal überschlug! Sie lag auf dem Bauch und jaulte. Ich dachte: jetzt ist es vorbei, nun müssen wir Renier`s Pistole holen und sie von den Qualen erlösen. Doch siehe da, nach etwa 20 Sekunden stand sie wieder auf und rannte zum Tor (das wieder geschlossen war) um auf das "sichere" Grundstück hineingelassen zu werden.
Es war wirklich kaum zu glauben, dass sie ausser einer Schramme am Kopf ok war! Ein richtiger afrikanischer Buschhund: hard to kill!

25 März 2007

Lange schlafen

Nachdem ich heute aufgewacht bin, habe ich auf eine Sms von Esther gewartet, dass sie zu Hause und online in Skype ist. Um ca 10 Uhr konnte ich mich vergewissern, dass sie trotz einiger Verspätung gut zu Hause angekommen ist!
Ich bin sehr erleichtert, dass alle, die mich auf dieser Reise begleitet haben wohlauf in die Schweiz zurückkehren konnten. Das ist ja nicht selbstverständlich!!!
Ich hatte eine lange Unterhaltung mit Esther, meiner Mutter, Lotti und Andi die alle beim Brunch bei Esthers Eltern waren.
Am Nachmittag gingen Renier und ich wieder in die Shoppingcenter auf der Suche nach einem passenden Kühlschrank für meinen Bus. Doch leider hatten wir keinen Erfolg.
Danach schauten wir noch bei Bridget und Sebastian vorbei und tranken einen Tee.
Nach den Abendessen bei einem Italiener (Luca, einem Kollegen von Renier) ging ich früh schlafen.

24 März 2007

Esther`s Abreise

Nun ist es also wieder soweit: Esther reist wieder einmal ohne mich in die Schweiz zurück. Wir sind heute früh aufgestanden um Esther`s provisorischen Koffer (es ist eine Kartonschachtel indem sie ihre Kleider und den in Malawi gekauften Korb transportieren will) zu packen und zu wiegen. Am Ende hat er 2 Kilo mehr als er haben dürfte, wir beschliessen aber es so zu wagen. Esther wollte früh genug am Flughafen sein um nicht im Stau stecken zu bleiben und um ein paar Einkäufe im Tax free zu tätigen. Auf dem Weg zum Flughafen liest sie mir noch aus Robbie`s Biographie vor. Leider wurden wir mit dem Buch nicht ganz fertig!Um 11:15 verabschiedeten wir uns , und ich machte mich auf den Rückweg nach Johannesburg. Es ist schon seltsam, nach 8 Wochen wieder alleine im Bus zu fahren...
Ich hoffe, dass Esther`s Reise über Doha ( Qatar ) gut geht.Musste noch einiges für meinen Bus besorgen, um an ihm ein bisschen zu arbeiten. Es war der Wahnsinn wie viele Leute in dem Fourways Shoppingcenter ihre Einkäufe tätigten. So als wäre alles gratis.Am Abend ging ich mit Renier ins Bellinis essen und schauten noch ein bisschen Cricketworldcup, bei dem wir von den Australiern aufs Maul kriegten.

23 März 2007

Letzter Tag

Der Tag beginnt für mich mit Packen, Waschen und Sortieren meiner Sachen. Anschliessend fahren wir ins Sandton City Shopping wo ich noch einige Andenken einkaufe und wir einen Abschiedsckaffee im Mugg&Bean trinken. Am Mittag fahren wir erneut nach Roodeport, um die Formalitäten für den Garagenplatz für den Bus zu erledigen. Alles unter Dach und Fach: wir sind erleichtert und haben ein gutes Gefühl mit dieser Lösung. Nun bleibt noch ein wenig Zeit um uns nach einem neuen Kühlschrank umzusehen, doch dieses Unterfangen scheint sehr schwierg zu werden. Schliesslich geben wir vorerst auf und fahren zurück zu Renier. Zu dritt fahren wir in ein nahegelegenes Restaurant. Schön, dass wir das Abendessen draussen geniessen können, wohl für einige Zeit das letzte Mal für mich, denn aus der Schweiz erreichen uns Meldungen von spätem Wintereinbruch und Schneesturm.

22 März 2007

Von Osten nach Westen

Erneut durchqueren wir heute Johannesburg im Norden. Zuerst schauen wir uns einen Storageplace für unseren Wagen an. Am Telefon klingt das Angebot erschwinglich und interessant, doch ein Augenschein ist unvermeidbar. So fahren wir nach Roodeport, in den nord-östlichen Teil der Stadt. Der Storageplace macht einen guten Eindruck und scheint sicher, dennoch bedingen wir uns eine Bedenkfrist aus. Wir fahren zurück ins Zentrum von Johannesburg uns sehen uns die wunderschönen Quartiere Melville und Parkhurst an, spazieren ein bisschen rum und geniessen Don Pedros und Cappucino in einem Strassencafé. Inzwischen haben wir endlich Bescheid bekommen von unserem Kühlschrank, er ist leider irreparabel kaputt und so etwas ähnliches ist nirgendwo in Afrika zu bekommen, weil sie vor einigen Monaten den Import gestoppt haben. Dennoch fahren wir in den nord-westlichsten Zipfel um den Eisschrank abzuholen. Auf dem Rückweg kaufen wir bei Woolworth Food alles für ein italienisches Nachtessen ein und kochen für Renier und Rudy. Der Abend endet in hitzigen Diskussionen um die Vergangenheit und Zukunft von Südafrika, die Meinungen gehen auseinander. Es wird spät, bis wir die Runde auflösen, zu einer befriedigenden Lösung sind wir nicht gekommen, alle stimmen aber darin überein, dass Aids eines der Hauptprobleme ist.

21 März 2007

Public Holiday

Heute ist afrikanischer Tag der Freiheit, ein Feiertag an dem niemand arbeitet (ausser Rudy). Renier, Sebastian, Marcel und ich verbringen den Vormittag im Garten mit Zeitunglesen, Ballspielen u.ä. bis Renier uns am Mittag in ein italienisches Restaurant in Parkhurst einlädt. Parkhurst gefällt uns ausgezeichnet, die vielen Strassencafés sind voll, die Gegend ist lebendig und wirkt etwas offener als die vielen ummauerten Villen in Sandton. Anschliessend drehen wir eine Runde im Zoo Park, der ein multikulturelles Johannesburg zeigt und uns fast ein wenig an die Blatterwiese an Zürichsee erinnert.

20 März 2007

Nichtstun in Johannesburg

Nachdem wir ausgeschlafen und ausgiebig mit Sebastian gespielt haben machen wir uns auf die Suche MasterCool, der Kühlschrankreparaturfirma. Mit gemischten Gefühlen geben wir den Kühler ab, die Firma wirkt sehr heruntergekommen und nicht besonders professionell. In den nächsten Stunden wollen sie uns einen tlefonischesn Kostenvoranschlag geben. Anschliessend fahren wir ein wenig in der Gegend rum, schauen uns Bedford und Edenvale an, bestaunen die Villen, Baustellen und Shoppingcenters. Wir kochen heute noch einmal für die „WG“ und besorgen die nötigen Zutaten etc... In einem trendy Lokal namens Tashas nahe bei Sandton geniessen wir dann die letzten Sonnenstrahlen des Nachmittags, schlürfen Frappé, lassen uns mit Lounge Music berieseln und blättern in Hochglazmodeheften. Der Abend endet wieder so gemütlich und lustig, dass wir im Geist unsere ursprünglichen Pläne nach Warmbath und Hartbeesport zu fahren schon fast aufgegeben haben. Bezüglich unseres Kühlschranks hat sich übrigens keiner gemeldet...

19 März 2007

Organisatorisches

Heute rennen wir vor allem wegen Kleinkram herum: am Flughafen lassen wir uns meinen Rückflug von Johannesburg bestätigen, bei Gabriel kann Marcel endlich einen richtigen Ölwechsel vornehmen und bei Elektrolux vermitteln sie uns eine Adresse, die sich angeblich um unseren kaputten Kühlschrank kümmern würde. Anschliessend kaufen wir für ein Braai ein und fahren zurück zu Renier, wo uns Sebastian schon ungeduldig erwartet. Ausserdem trifft heute ein weiterer Gast ein, der für den Rest der Woche hier logiert: Rudy, Reniers Schwager. Marcel und ich kochen, bzw. grillen für alle und geniessen einem kurzweiligen Abend.